B
Meteor L 1
Type
2-seat sportplane
Engine
1 ABC
Dimensions
Length 6.30 m, height 2.20 m, span 8.40 m, wingarea 18.00 m2, aspect ratio 3.95
Weights
Empty 200 kg, fuel 40 kg, pilot 75 kg, load 85 kg, flying weight 400 kg, wing loading 22.2 kg/m2
Performance
Max. speed at 1000 m  120 km/h, cruising speed at 1000 m 100 km/h, climb to 1000 m 14 min., service ceiling 4000 m, range 400 km, runway for take-
off 60 m, for lamnding  50 m, landing speed 50 km/h
Type
Werk.Nr
Registration
History
     
Built 1927. Andreas Pöhlmann tried to fly it (He didn´t have a Pilots Licence) but crashed just after start. Minor
damage but the financial situation did not admitt a repair. Pöhlmann left the company.
Leichtmotorflugzeug „Meteor L 1".
(Hierzu Tafel IV.)
Das Baumuster Meteor L 1 vom Meteor-Flugzeugbau Hannover ist ein verstrebter, einstieliger Doppeldecker
mit 2 Sitzen. Das Tragwerk besteht aus 2 verschieden großen Flügeln, in zweiholmiger, stoffbespannter Bauart
mit gelenkiger Befestigung am Baldachin bzw. unterem Mittelstück. Der Hinterholm des Oberflügels befindet sich
senkrecht über dem Vorderholm des Unterflügels, so daß sich nur eine Verspannungsebene ergibt.
Der Oberflügel ist durch eine knickfeste Stahlrohrstrebe abgefangen und besitzt einen N-Stiel, ebenfalls aus
Stahlrohrstreben. Sämtliche Stahlrohre sind durch überschiebbare stromlinienförmige Sperrholzmäntel verkleidet.
Die Flügelnase ist unter dem Stoff bis zum Vorderholm mit Sperrholz beplankt. Die Holme sind in I-Form
ausgeführt, mit Spruce-Gurten und Sperrholzstegen, sowie dort mit Hartholzklötzen versehen, wo Beschläge
angebracht sind.
Die Innenverspannung ist im Dreiecksverband in zug -und druckfesten Holzstäben ausgeführt. Diese Stäbe
bestehen aus Spruceleisten, welche durch Sperrholzläppchen miteinander verbunden sind. Die Rippen bestehen
aus Sperrholz mit Sprucegurten. Ober- und Untergurt der Rippen sind mit Rücksicht auf die Bauart der Innenver-
spannung  getrennt für sich biegungssteif ausgeführt und durch Sperrholzklappen mit den holmgurten verbunden.
Der Oberflügel ist dreiteilig ausgeführt mit einer Spannweite von 8,40 in und einer größten Flügeltiefe von 1,50 in.
Das Baldachinstück hat Rumpfbreite und ist durch senkrechte, bzw. diagonale Stahlrohrstreben nach dem Rumpf
abgestrebt. Der 30 I Brennstoff fassende Tank ist zwischen Vorder- und Hinterholm des Baldachins, in Stahl-
bändern hängend, von unten einsteckbar, befestigt und besitzt zwecks Anpassung an verschiedene Fluglagen
zwei Austritts-Stellen des Brennstoffs nach der Rohrleitung. Das hintere Ende
des Baldachins ist als Teil für sich ausgebildet und mit 4 Scharnierenam Obergurt des Hinterholms und an einer
Stelle des Untergurts durch
einen mit doppelter Sicherung versehenen Schnappverschluß verbunden. Diese Klappe kann sowohl mit Rück-
sicht auf die Zusammenlegbarkeit des ganzen Flugzeuges als auch auf bequemen Einstieg in den vorderen Sitz
auf die Oberseite des Baldachins geschwenkt werden. !n dieser Stellung ist ferner durch eine als Lachmannscher
Spalt ausgebildete Oeffnung in der Klappe von den hinteren Sitzen aus derTankeinfüllstutzen zugänglich. Der
obere Endflügel hat bis zum H-Stiel gleiche und nach außen abnehmende Profildicke mit abgerundeter Trapez-
form des freitragen- den Flügelendes.
Das sich nahezu über die ganze Länge des Endflügels erstreckende Querruder besitzt ein torsionsfestes Sperr-
holzrohr, welches durch 3 Gelenke mit besonders fest ausgeführten Rippenstummeln verbunden ist. Bei der
mittleren Gelenkstelle, in der Ebene des H-Stiels, ist eine Stahlrohrstoßstange angelenkt, welche mit einem im
Unterflügel befindlichen Umlenkhebel befestigt ist und über diesen Hebel die Bewegung des Querruders
vermittels Kabel nach dem Steuerknüppel weiterleitet.
Die Flügelbeschläge bestehen aus Stahlblechlaschen, welche durch Rohrniete mit den Holmen befestigt sind. Für die Beschlagbolzen ist durch Aufnieten weiterer kleiner Blechlaschen eine genügende Auflagefläche geschaffen.
Die Köpfe sämtlicher Stahlrohrstreben sind so ausgeführt, daß in das bis auf ein bestimmtes Maß zusammengedrückte Strebenende Stahlblechlaschen mit Alumniumbeilagen hineingesteckt und mit der Strebe vernietet werden. Der Unterflügel ist ebenfalls dreiteilig ausgeführt, mit einer Spannweite von 6,6 m und einer größten Flügeltiefe von 1,10 in, besitzt aber im übrigen die gleiche Bauart wie der Überflügel, jedoch ohne Querruder. Die unteren Endflügel haben etwa 3° V-Stellung. Der Flügelabstand beträgt 1,40 m. Das Mittelstück des Unterflügels ist von unten auf den Rumpf aufsteckbar und durch 4 Blechlaschen mit entsprechenden Knotenpunkten des Rumpffachwerkes verbunden. Sein hinter dem Hinterholm befindliches Ende ist ebenfalls mit Rücksicht auf die Zusammenklappbarkeit durch Scharnierbefestigung nach oben aufklappbar.
Der Rumpf besitzt 5,20 m Länge, 0,70 m größte Breite und 0,60 in größte lichte Höhe. Sein hinteres Ende ist so weit hochgezogen, daß sich der zum Abfangen notwendige Anstellwinkel voll ergibt. Der rechteckige Querschnitt des Rumpfes ist durch einen drei-eckigen Bauch bzw. Rücken zu einer gefälligeren Form ergänzt worden

Der Motor ist durch einen abnehmbaren Stahlrohrbock mit den 4 Rumpfholmen befestigt und mit einer zweiteiligen Blechhaube verkleidet. Der Rumpf ist durch einen mit Blech und Asbest beplankten Brandspant vom Motoraggregat getrennt. An der Vorderseite des Brandspantes ist der Oeltank befestigt. Soll das Flugzeug zusammengeklappt werden, so müssen zuvor sämtliche Flügelbolzen gelöst, der Vorderholm des Unterflügels nach dem Hinterholm des Oberflügels durch ein Drahtseil abgefangen, die Baldachin- und Unterflügelklappen nach oben geschwenkt werden. Sodann kann das Tragwerk um den als Kardan ausgebildeten Hinterholmanschluß nach hinten geklappt werden.
Der in Fachwerkform aus Holz mit Stoffbespannung ausgeführte Rumpf zeigt die gleiche Bauart der Fachwerkstäbe wie die Innenverspannung der Flügel.
Die beiden Sitze sind halb auf dem Vorder- bzw. Hinterholm des Unterflügelmittelstückes, halb auf einem Hilfsholm lösbar befestigt. Der Steuerknüppel ist als herausnehmbares Aggregat für sich ausgebildet, welches auf den Holmen des unteren Mittelstückes befestigt ist.
Die Bewegung des Knüppels nach dem Höhenruder wird durch eine kurze Stahlrohrstoßstange über einen unmittelbar hinter dem hinteren Sitz befindlichen Lenker auf eine lange Holzstoßstange (in der Bauart der Rumpfstäbe) übertragen. Diese Holzstange überträgt wiederum über einen Lenker in der Gegend des Sporns ihre Bewegung auf eine kurze Stahlrohrstange, die ihrerseits mit dem Höhenruder verbunden ist.
Das unausgeglichene Höhenleitwerk ist, des erforderlichen Boden-abstandes wegen, auf die Überseite des Rumpfes gelegt worden. Es besitzt eine Spannweite von 3,20 m und eine Tiefe von 0,84 m. Flächeninhalt     2,5 m.
Die Befestigung ist durch 2 seitlich an der Überseite des Rumpfes anliegende Blechlaschen mit einem durchgehenden Bolzen, sowie durch 2 kurze nach der Unterkante des Rumpfes geführte Stahlrohrstreben bewerkstelligt. Ferner ist eine verstellbare Einstellung durch 2 um die Seitenleitwerkflosse greifende Blechlaschen an der Nase der Höhenleitwerkflosse vorgesehen.
Die Flösse besitzt 2 durch Sperrholzbeplankung zu einem torsionsfesten Kasten zusammengefügte I-Holme.  Die Nase ist stoffbespannt. Das Ruder, mit einer tiefe von 0,40 m, besitzt ein über nahezu die ganze Spannweite gehendes Sperrholzrohr und ist an 3 Punkten gelagert und im übrigen stoffbespannt. Hinter der mittleren Lagerstelle befindet sich der in Holz ausgeführte mit der Stoßstange verbundene Steuerhebel.
Das Seitenleitwerk, in der gleichen Bauart, ist von oben in den Rumpf einsteckbar. Seine beiden verjüngten Holme reichen bis zur Unterseite des Rumpfes und sind hier sowohl wie auf der Oberseite des Rumpfes an je 2 Stellen befestigt.
Der am Torsionsrohr des Ruders befestigte Blechhebel ruht innerhalb des Rumpfes. Das an 2 Stellen gelagerte Ruder wird durch FuBpedale und Drahtseile betätigt.
Der aus gesperrter Esche hergestellte und mit einem Blechschuh versehene Sporn ist durch ein Kardangelenk am Rumpf befestigt und durch Gummistränge abgefedert.
Von der Nase des Seitenleitwerkes ab nach hinten ist die eine Rumpfseite abnehmbar angeordnet, so daβ sämtliche im Rumpf liegende Teile der Steuerung sowie des Sporns zugänglich sind.
Das Fahrwerk ist ganz in Stahlrohr mit geteilter Achse ausgeführt. Die Achsenrohre sind an der Rumpfunterkante kardanisch aufgehängt und in der Nähe dieser Stelle des geringsten Biegungsmomentes gekrümmt.   Von der Radnabe aus führt eine durch Gummiringe abgefederte Strebe nach dem hinteren Baldachinknotenpunkt. Eine weitere Strebe führt nach dem Hinterholm des Unterflügel-Mittelstücks. Beim Leichtmotorflugzeug „Meteor" ist ein niedrigeres Geschwindigkeitsgebiet benutzt worden. Sein Flugbereich geht von 47,5 bis 115 km /Std.
Die Gröβtgeschwindigkeit von 115 km Std. ist eine derartige, daβ jedes Landverkehrsmittel übertroffen wird und auch bei sehr starkem Gegenwind noch ausreichende Geschwindigkeit gegenüber dem Erdboden vorhanden ist. Dagegen ist die Kleinstgeschwindigkeit von 47,5 km Std. eine sehr geringe zu nennen.
Als Motore können eingebaut werden: der Wright-Morehouse, 25 PS; A-B-C-Scorpion, .35 PS; Bristol-Cherub, 30 PS; Anzani, 25 u. 30 PS.
Bei Einzelausführung oder in kleinen Serien stellt sich der Preis für das Flugzeug allein auf RM 5000.-. Dann kostet das Flugzeug mit Motor beim Einbau des Wright-Morehouse RM 8000.- A-B-C RM 8500.-, Bristol-Cherub RM 8500.-, Anzani RM 6800.-